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Erwerbstätigkeit 2000

Datum: 17. Januar 2001

Nummer 3/01

Mitte Mai 2000 waren in Niedersachsen 3 419,7 Tsd. Menschen erwerbstätig. Damit setzte sich auch im Zeitraum von Ende April 1999 bis Mitte Mai 2000 der 1995 begonnene positive Trend in Niedersachsen fort: während 1995 noch 3 327,5 Tsd. Erwerbstätige gezählt wurden, stieg diese Zahl über 3 368,9 Tsd. in 1998 und 3 396,2 Tsd in 1999 - jeweils Ende April - auf 3 419,7 Tsd. Personen Mitte Mai 2000.

Der Zuwachs im Zeitraum 1999 bis 2000 von 0,7%

und damit von 23,5 Tsd. Erwerbstätigen war wie schon im vorangegangenen Zeitraum von April 1998 bis April 1999 (+27,3 Tsd./+0,8%) das Resultat einer Steigerung des Arbeitsvolumens um 0,6% und einer leichten Abnahme der durchschnittlich geleisteten Wochenarbeitszeit.

Die Abnahme der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit

von 36,8 im Jahre 1998 über 36,7 in 1999 auf 36,6 Wochenstunden im Jahre 2000 vollzog sich bei einer starken Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen mit einer Arbeitszeit von weniger als 15 Wochenstunden um 25 Tsd. Personen bzw. um 12%, einer Stagnation im Bereich der mittleren Arbeitszeiten und bei einer nennenswerten Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen, die 45 Stunden oder mehr arbeiten (+18 Tsd. bzw. +4%).

Die Frauen

konnten in dem hier betrachteten Zeitraum von 1998 bis 2000 etwa 87% des Zuwachses von insgesamt rund 50 Tsd. Personen für sich verbuchen. Dies waren in jedem der beiden Jahre gut 21 Tsd. Frauen (bei Gesamtzuwächsen von 27 Tsd. bzw. 24 Tsd. Personen).

Demgegenüber fielen die Gewinne für die Männer vergleichsweise gering aus: ihre Zahl konnte nur um etwa 8 Tsd. Erwerbstätigen gesteigert werden.

Der Hauptmotor dieses positiven Trends

war der Bereich "Handel und Gastgewerbe". Hier waren im Mai 2000 rund 665 Tsd. Menschen und damit etwa 20% aller in Niedersachsen wohnhaften Erwerbstätigen (mit erster Tätigkeit) beschäftigt. Auf den Handel entfiel mit 552 Tsd. Erwerbstätigen der Löwenanteil (mehr als 80%), 113 Tsd. Erwerbstätige waren im Gastgewebe tätig.

Bei etwa konstanter durchschnittlicher Wochenarbeitszeit stiegen hier in den letzten beiden Jahren das Gesamtarbeitsvolumen und die Erwerbstätigenzahl im Handel und Gastgewerbe um jeweils gut 5%, das war jedes Jahr ein Plus von rund 32 Tsd. Erwerbstätigen. Allein diese Gewinne lagen über den Zuwächsen in der Gesamtwirtschaft von jeweils rund 25 Tsd. Erwerbstätigen pro Jahr.

Weitere Wirtschaftsbereiche mit positiver Entwicklung

waren die "öffentlichen und privaten Dienstleistungen", die "Dienstleistungen für Unternehmen, Grundstückswesen und Vermietung" und mit Abstrichen das Kredit- und Versicherungsgewerbe.

Insgesamt erreichten diese drei Dienstleistungsbereiche im Zeitraum 1998 bis 1999 einen Zuwachs von rund 35 Tsd. und im Zeitraum 1999 bis 2000 ein weiteres Plus von rund 16 Tsd. Erwerbstätigen.

Relativ deutliche Einbußen

wurden für die "Landwirtschaft", den Bereich "Verkehr und Nachrichtenübermittlung" sowie für das "Verarbeitende Gewerbe - einschl. Bergbau -" ermittelt. Für die Landwirtschaft ergab sich von 1998 bis 2000 eine Abnahme der Erwerbstätigenzahl um mehr als 10%, für das Verarbeitende Gewerbe wurde eine von 4% und für den Bereich "Verkehr und Nachrichtenübermittlung" eine Abnahme der Erwerbstätigenzahl von gut 2% ermittelt.

Im Bereich der öffentlichen Verwaltung

standen die Zeichen auf Konsolidierung: Gesamtarbeitsvolumen, durchschnittlich geleistete Wochenarbeitszeit und die Zahl der Erwerbstätigen gingen im Durchschnitt der Jahre 1998 bis 2000 mit jährlichen Raten von weniger als 0,5% zurück.


© Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Hannover 2001
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